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A340 im Short Final

Gerade nach meinem letzten Blog Eintrag auf dieser Seite wird ja klar sein, dass ich hier absolut keine Regelmässigkeit habe, ausser ich befinde mich auf einem interessanten Road Trip durch die Vereinigten Staaten von Amerika.

A340 Short Final

Heute habe ich eigentlich ein völlig unspektakuläres Gebastel, welches ich teilen möchte. Ich bin mir auch absolut sicher, dass die Welt genau auf diese animierten Bilder gewartet hat. Gif nennt sich das offenbar… oder ist das Format. Was auch immer es ist, korrigiert mich bitte in den Kommentaren und zeigt mir wie viel überlegener Ihr mir in Sachen Computer und Anwendungen und Fotos seid, wenn ihr das müsst.

Dazu gekommen ist es, als ich nach der Arbeit vor ein paar Monaten den Bus verpasste und die 20 Minuten zum Flughafen laufen musste um die besseren Verbindungen zu kriegen. Durch die Wetterlage landeten die Flugzeuge dann aus Osten, was mich dann zum fotografieren (mit meinem iPhone) animierte. Damals habe ich noch nicht daran gedacht, heute jedoch beim Bilder durchschauen fand ich, dass so eine Animation ganz nett aussehen würde.

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Viel Spass damit.

 
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Posted by on 2. March 2015 in Arbeit, Leben und so

 

Bloggen? Wozu nur…

Einige Tage sind schon seit meinem letzten Eintrag hier vergangen. Ein Tagebuch über die Reise durch den Südwesten der USA, welche von einigen Facebook-Freunden gelesen wurde. Der Plan war nicht in erster Linie um eine wachsende Fangemeinde zu bekommen, die Illusion habe ich nicht. Es ist mehr zur Erinnerung für mich und vielleicht auch meine Reisebegleitung.

Schon als wir in der gleichen Konstellation vor drei Jahren Florida unsicher machten, habe ich hier täglich einen Bericht veröffentlicht. Da ich nicht das ganze Jahr irgendwelche tollen Trips unternehme, frage ich mich, ob nun wieder drei Jahre Pause auf dieser Internet-Adresse sein werden.

Irgendwie wäre das schade. Viele Ideen geistern mir durch den Kopf, aber ob es Sinn macht, diese zu weiterzuverfolgen kann ich wirklich nicht beurteilen.

Ein Blog über Kochen und Essen ist sicher keine schlechte Idee, beides mache ich sehr gerne und oft. Aber es gibt bessere Adressen die man ansurfen kann um dieses Themengebiet abzudecken, allen voran natürlich Foodfreak von Petra, einer guten Freundin aus Hamburg.

Dann gäbe es noch die Möglichkeit meine Kamera öfters griffbereit zu haben. Das eine oder andere Bild, welches ich im Zusammenhang mit einem Kurztrip oder gar eines Aufenthalts beruflicher Natur machen kann schafft es vielleicht jemanden zu begeistern. Aber ich glaube, das können andere definitiv besser.

A propos berufliche Reisen als Kabinenbesatzungsmitglied einer Airline – natürlich gäbe auch das viel Stoff um Beiträge zu schreiben. Ich sehe schliesslich relativ viel, wenn ich herumreise. Das könnte ich dann damit verbinden, in den Städten jeweils mal etwas zu besuchen oder anzusehen, dass ich noch nicht kannte.

Nun, vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken. Wie ich schon zu Beginn erwähnte, mache ich es ja auch für mich und es hat durchaus etwas entspannendes, meinen Gedanken eine lesbare Form zu geben. Es öffentlich zu machen hat vielleicht etwas exhibitionistisches an sich, aber ich werde mich davor hüten, intime Details zu veröffentlichen.

Also wieso fange ich eigentlich nicht einfach an? Es gibt so viele grosse und kleine Dinge, die man jeden Tag erlebt, kennenlernt, sieht, erfahrt, liest… Und statt einfach für mich meine Gedanken zu machen, wäre es doch interessant, das hier zu veröffentlichen.

Hoffnung, dass es jemand liest? Sicherlich, ansonsten könnte ich es auch in einem Textverarbeitungsprogramm niederschreiben, es hübsch gestalten und in einem virtuellen Ordner virtuellen Staub anhäufen lassen. Aber vielleicht findet jemand interessant, was mir durch den Kopf geht. Vielleicht will jemand dem widersprechen oder ist absolut gleicher Meinung wie ich.

Ob nun regelmässig oder nicht, ich glaube ich habe hier einen Anfang gemacht auch wenn ich hoffe, dass in Zukunft vielleicht gehaltvolleres dazukommt. Was daraus wird weiss ich nicht, vielleicht bin ich auch nur einer dieser peinlichen Gestalten, die ihr Leben an die grosse Glocke hängen, obwohl nichts daran spannend ist. Tja…

 
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Posted by on 16. August 2013 in Leben und so

 

Day 21 – 14.06.2013 – Schon wieder vorbei…

Da war er nun also, der letzte Tag in den USA, zumindest in Zusammenhang mit dieser Reise. Wir gönnten uns ein wenig Ausschlafen. Dann gings noch daran die letzten Sachen zu packen.

Gepäck, ja, das hatte sich (mehr oder weniger) überraschend vermehrt. Wir mussten anstelle der vier Koffer von Zürich weg sechs einchecken und hofften auf ein zugedrücktes Auge für das Handgepäck. Aber erstmal musste alles in diese Taschen und Koffer passen.

Danach gingen wir wieder über die Strasse zu IHOP um noch ein paar Pancakes, Eier und Speck zu verschlingen. Noch ein USA Frühstück bevor es aus den Ferien zurück in die Schweiz zur Diät ging.

Um die Mittagszeit ist traditionell in Hotels Check-Out Zeit. Also schleppten wir uns und das Gepäck in den Lift. Vielleicht verdränge ich gewisse Fakten davon, da ich keine Ahnung mehr habe ob wir nur ein oder zwei Mal fahren mussten um alles runter zu kriegen. Dann noch das ganze im Tetris Style in den Dreamliner zu packen.

Jackson, WY

Natürlich war es viel zu früh um schon an den Flughafen zu fahren. Für mich war es aber zu dem Zeitpunkt vorbei mit umherlaufen. Ein nettes Café oder Restaurant und gemütlich noch ein wenig die Atmosphäre in San Francisco aufzusagen war eher nach meinem Geschmack. Diese Auffassung hatte anscheinend nicht nur ich. In der Nähe des Castro, dem Mekka für Schwule, suchten wir und einen geeigneten Parkplatz und liefen dann zu einem Restaurant, das Martin kannte.

Das “Cafe Flore” liegt an der Ecke eines spitz zulaufenden Strassenblocks. Man kann draussen oder drinnen sitzen mit den Getränken, die man sich an der Bar holen kann. Hat man Hunger, kann man sich an einer anderen Station etwas aussuchen, und das wird einem dann gebracht.

Yellowstone National Park

Wir hatten Salate und Burger da, ausserdem Eistee und sonstige Getränke. Es war ein warmer Tag und wir genossen es, auch wenn wir nur noch im Lokal Platz hatten. Da es grosse Türen hat, die sie ganz aufmachen, fühlte man sich aber fast wie draussen.

Auch hatten wir noch die Zeit die letzten Postkarten zu schreiben und im nahegelegenen Briefkasten einzuwerfen, damit diese den Weg in die Schweiz fanden.

Zurück beim Dreamliner gaben wir Susi den vorerst letzten Befehl uns zur Autovermietung am Flughafen zu führen. Anfänglich wurde es eine kleine Irrfahrt durch die Innenstadt, aber dann fuhren wir durch anfänglich stockenden Verkehr in Richtung SFO International Airport.

Nach Autoabgabe und Check-In, was kurz nach unserer Ankunft auch schon offen war, hiess es dann leider etwas rumsitzen. Die Verrechnung der Zusatzkoffer war noch eine kurze Hürde, aber dann holten wir uns bei Starbucks die Belohnung für das Geschleppe.

Arches National Park

Kurz vor dem Gate bestellte ich mir noch etwas Sushi, das ich dann als Vorspeise im Flieger verdrücken wollte. Es war ganz okay, und natürlich hatte ich mal wieder mehr bestellt, als ich eigentlich wollte.

Ein guter Bekannter von Martin und mir war an dem Tag Maître de Cabine, wir sahen die Besatzung vor dem Gate vorbeilaufen und er begrüsste uns natürlich schon vor dem Einsteigen. Es war schön, nach drei Wochen wieder CH-Deutsch zu hören, dass nicht nur von uns kam. Und das Flugzeug mit dem Schweizerkreuz brachte ungeahnte Freude auf. Sicher, wir hätten es noch etwas länger ausgehalten, aber irgendwie freut man sich ja immer aufs nach Hause gehen.

Der Flug ging schnell vorbei, und die wache Zeit hatten wir immer etwas zu lachen mit der sehr guten Besatzung und Tom, dem M/C. Er meinte immer wieder, dass das einfach nicht korrekt sei, dass wir in den Economy Class Sitzen eingepfercht waren, aber wir wussten ja worauf wir uns einliessen.

Zurück in Zürich wurden wir von Dennis und Clayton, unseren guten Freunden und Nachbarn empfangen. Einen kurzen Moment mussten wir noch auf Karin warten, die ihre Einkäufe noch verzollen musste. Sie kam ein paar Minuten später mit ihrem Kleintransporter… ehm… Kofferset daher. (gäll Karin😉 )

Grand Canyon South Rim

Es waren drei tolle Wochen, wir hatten viel erlebt, viel gesehen und viel Spass gehabt. Ich kann die Reise jedem empfehlen aber mit der kleinen Anpassung, dass man vielleicht etwas weniger Attraktionen wählt, an denen man schliesslich mehr Zeit verbringt. Aber ich weiss zumindest, dass ich noch ein bisschen mehr Zeit zum Beispiel im Zion National Park verbringen möchte, oder im Bryce Canyon um die eine oder andere Wanderung zu machen. Dafür war es perfekt, die wunderschönen Seiten der USA kennenzulernen und zu wissen, wo man wieder hin möchte, einfach etwas gezielter.

Daheim ging erstmal der ganze Kofferinhalt in die Wäsche und die Post musste sortiert werden. Ausserdem wollten sicher einige von uns hören, dass wir wohlauf zurück sind. Nach einem Bier, oder war es ein Drink, und einem gemütlichen Abend hatte unser Bett uns wieder und wir schliefen wohl schnell ein.

(Da wir keine speziellen Fotos gemacht haben, sind einfach ein paar wild zusammengewürfelte Fotos in diesem Bericht drin)
(Die ganze Kollektion der Fotos immer noch zu sehen auf: www.flickr.com/chandlerzh)

 
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Posted by on 12. August 2013 in USA 2013

 

Day 20 – 13.06.2013 – Nie wieder Highway 1

Shopping, zumindest in der Non-Souvenir-Sparte haben wir bisher auf diesem Trip fast gänzlich ausgelassen. Nach einem kurzen Frühstück bei IHOP holten wir also unseren Dreamliner aus der sehr engen Parkgarage des Hotels und fuhren in Richtung Golden Gate Bridge.

Zu unserer Freude konnten wir an diesem Tag dann endlich die Fotos machen, welche uns am Anfang der Reise verwehrt wurden. Die Brücke präsentierte sich heute in all ihrer Rotheit. Da ich wohl schon hunderte Fotos davon hatte und Martin dasselbe sagte, liessen wir sie mangels Parkplätzen schnell aussteigen und standen da am Rand, bis sich doch eine Parklücke für uns öffnete. Das schrie dann natürlich nach ein, zwei Fotos.

San Francisco

San Francisco

Danach gings weiter. Wir wollten vor dem Besuch in den Outlet Malls nördlich von San Francisco noch am Point Reyes Lighthouse vorbeischauen. Dafür mussten wir einen grossen Teil am Highway 1 entlang fahren. Eine sehr kurvige Küstenstrasse. Sehr kurvig. Ob es nun am Frühstück lag, oder an den wirklich vielen Kurven, die einem verunmöglichten weit voraus zu schauen weiss ich nicht, jedoch wurde sogar mir am Steuer ein wenig übel, so dass ich einmal halten musste um etwas Luft zu schnappen. Karin fand die Strecke auch nicht sonderlich toll.

Ich hoffte sehr, dass wir bald auf die Strasse abbiegen konnten, die zum Leuchtturm führte, was aber noch eine Weile nicht passierte.

Schliesslich gings dann rüber auf die Halbinsel. Die Strecke ist nicht besonders schön, aber zum Schluss erreicht man den Parkplatz, von dem aus man zum Leuchtturm laufen kann.

Point Reyes Light House

Point Reyes Light House

Wie man auf dem Bild gut erkennen kann windet es in der Ecke extrem. Es ist auch ratsam immer einen Pullover oder sogar eine Jacke dabei zu haben. Es wird wirklich kalt und auch Wind und Nebel helfen der Situation nicht weiter. Die Bäume wachsen, wohl vom konstanten Windeinfluss, relativ schräg in die Welt hinaus.

Windgeschwindigkeiten sind anscheinend regelmässig um die 60 km/h. Der Küstenabschnitt sei anscheinend bekannt für rekordverdächtige Winde. Die Treppe zum Leuchtturm runter war dann leider auch an dem Tag geschlossen, weil der Wind gefährlich stark blies.

Point Reyes Light House

Da es wirklich kalt war, gingen wir nach ein paar Fotos zurück zum Auto um uns aufzuwärmen und auch um in Richtung Petaluma zu fahren um dort die Outlet Shops zu plündern.

Es war weiterhin etwas kurvig, aber nicht mehr ganz so schlimm. Eine gute Stunde später erreichten wir das Outlet Village. Zum Essen gab es da leider nicht viel, dafür konnten wir viele Schuhe, Shirts und sonstige Sachen einkaufen. Es war nicht so ergiebig wie vor drei Jahren in Florida, aber das eine oder andere fand den Weg in unsere langsam überfüllten Koffer.

Danach fuhren wir wieder zurück, diesmal aber auf grösseren Strassen und einstimmig nicht mehr an der Küste entlang südwärts. Kurz vor der Golden Gate Bridge fuhren wir dann aber wieder ab um den Vista Point am Hügel zu besuchen.

San Francisco

San Francisco

Ein nettes Paar aus Deutschland half uns noch bei einem letzten Gruppenfoto mit San Francisco im Hintergrund.

Zurück in der Stadt war dann nur noch eines wichtig… packen. So gut wie möglich. Gegessen haben wir dann später thailändisch im Yukol Place. Das Essen war ganz gut, nicht ganz so begeisternd wie damals in Jackson, aber dennoch gut.

Nach weiteren Drinks aus der Kühlbox, die wir nun bestimmt nicht mehr leeren konnten, gingen wir schlafen. Die letzte Nacht in den USA…

 
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Posted by on 9. August 2013 in USA 2013

 

Day 19 – 12.06.2013 – Glamourless Vegas: Reno

Beizeiten standen wir wieder auf und Frühstück bestand heute aus kalter Pizza, die wir am Vorabend von Pizza Hut übrig hatten. Mir fehlte ein wenig Mayo, aber es ging auch so.

Heute wollten wir das kurze Stück nach Reno fahren, die nördliche Casinostadt von Nevada, wo wir uns umschauen wollten. Auch eine Nacht da war eingeplant.

Von Winnemucca aus war das keine grosse Reise mehr und wir erreichten Reno um die Mittagszeit. Unsere Idee war im Zentrum das Auto hinzustellen und dann die Stadt oder den Stadtkern zu Fuss zu erkunden. So konnten wir uns am Besten ein Bild von der Stadt machen und entscheiden wo wir uns für die Nacht einquartieren könnten. Aber schon die Anfahrt war nicht besonders begeisternd.

In einem Parkhaus, nahe des „Entertainment-District“ stellten wir unseren Dreamliner ab. Besonders vertrauenswürdig sah es nicht aus, aber viel Auswahl gab es nicht. Mit dem Nötigsten im Rucksack liefen wir dann auf die Hauptstrasse raus. Ein kurzer Blick links und rechts zeigte ein etwas trauriges Bild.

Es lief nichts, wirklich nichts. Ob es nun daran lag, dass alle eben nach Las Vegas fahren und nicht nach Reno, die Tageszeit, oder dass es mitten in der Woche war, wir wussten es nicht. Wir liefen in eine Richtung los und wurden nicht wirklich weiter überrascht. Der Teil der Stadt war einfach nur trostlos. Es lohnte sich meiner Meinung nach nicht einmal Fotos zu machen.

Da es Mittag war und wir auch langsam mal Hunger hatten, die Pizza hielt nicht gerade lange hin, suchten wir uns etwas essbares. Plötzlich erblickten wir am Ufer des kleinen Flusses ein kleines Restaurant. Es war gut besetzt aber nicht voll, einfach eingerichtet mit Tischen und Stühlen draussen, jedoch mit Tischtüchern. Nach kurzem Blick in die Karte liessen wir uns dann zu einem Tisch führen.

„Wild River Grill“, oder wie es im Link und in der Website heisst, the best reno restaurant, bietet übliche amerikanischen Speisen an. Zum Teil angepasst mit speziellen Zutaten, wie einem Salmon BLT oder einem Caesar Salad mit „Pepper Seared Ahi Tuna“. Alles war ganz lecker, wie auch die hausgemachte Limonade in diversen Geschmackssorten.

Es war uns in dem Moment klar, dass wir den wohl einzigen gemütlichen und lohnenden Ort der Stadt gefunden hatten. Somit hatten wir hochoffiziell nichts mehr in Reno zu tun. Wir befragten also Susi, wie weit wir noch nach San Francisco zu fahren hätten und da ihre Antwort „unter 4 Stunden“ lautete, machten wir uns auf dem Weg in die Bay City zurück.

Die Fahrt raus aus den Bergen war zwar nicht allzu übel, weil es eine sehr gute Strasse (immer noch die I80) war. Es war aber irgendwie schön, wieder im Flachland zu sein, an Sacramento vorbei und weiter in südwestliche Richtung.

Natürlich kamen wir genau in den Abendverkehr, dafür hatten wir auch das „Vergnügen“ über die Bay Bridge zu fahren. Die Organisation ist … interessant und effizient. Zahlhäuschen auf etwa 20 Spuren, dann Ampeln, über alle verteilt bei denen man wirklich nur die vor einem sieht. So wird ein Drängeln auf die Brücke wohl vermieden, jede Spur kriegt abwechslungsweise grün, damit ein Auto auf die Brücke fahren kann. Natürlich lässt sich trotzdem kein stockender Verkehr vermeiden, aber es läuft geordnet ab.

Martin lotste mich nun durch die Strassen von San Francisco, er hatte eine Idee wo wir unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte finden könnten. Während des Berufsverkehrs ein Motel suchen, richtig abbiegen, geeignete Halteplätze zu finden, das war wieder richtiges Abenteuer.

Besonders einfach war es nicht, viele Motels waren voll, beim einen, wo wir kurz parkten damit Martin die umliegenden Motels abklappern konnte, hofften wir, dass es keine Zimmer hatte, da es eher wie Alcatraz aussah. Es fehlten lediglich noch vergitterte Fenster.

Wir fuhren also ein paar Strassen weiter. Als wir dann einmal abbogen sahen wir ein weiteres Motel mit einem merkwürdigen Namen. Das Cow Hollow Moter Inn. Martin und Stefan gingen schnell rüber um es sich anzuschauen. Als sie zurückkamen sagten sie uns, dass es nur noch eine Suite gäbe. Es war eher auf der teureren Seite, aber nicht ganz auf dem Niveau von „The View“ im Monument Valley.

Wir entschieden uns dazu, waren wir doch müde und hungrig. Wir wollten einfach nur noch aus dem Auto raus. Und da der Preis aufgeteilt immer noch relativ gut im Rahmen lag, nahmen wir das Angebot an. Die Parkgarage war dann eine rechte Herausforderung, ich hatte mich zwar daran gewöhnt, dass das Auto einfach nur riesig war, aber die kleine Einfahrt runter in die Garage, und die wirklich niedrigen Decken, konnte ich wirklich nur mit Hilfe von Aussen navigieren.

Mit dem Lift ging es dann rauf in unsere kleine Wohnung, die wirklich toll war. Eigentlich schade, dass wir nicht mehr Zeit dort drin verbrachten, auf der anderen Seite war es ja schon ganz angenehm, dass wir uns dort wohl fühlten. Dennoch ist San Francisco ja keine Stadt bei der man in einer Wohnung bleiben will.

Nachdem wir uns kurz hinsetzten und das nötigste ausgepackt hatten, gingen wir raus und suchten uns etwas leckeres zum Essen. Ich hatte unheimlich Lust auf Sushi und die anderen hatten nichts dagegen, was mich natürlich freute. Es gab gleich um die Ecke ein ziemlich hippes Restaurant, dem Ace Wasabi’s Rock-n-Roll Sushi. Es war ein wenig laut und es ging eine Weile bis wir bestellen konnten, aber das Warten lohnte sich. Natürlich war es nicht wie in Japan, aber es war, trotz übel gewähltem Namen, gutes Sushi.

Danach gingen wir zurück in unsere Wohnung und tranken noch ein wenig was aus der Kühlbox. Die mussten wir ja schliesslich noch leer bekommen. Zumindest einen Teil davon. Karin hatte noch die Miniflaschen an Prosecco und Rosé, die wir in Las Vegas entdeckt hatten.

Dann gings aber ins Bett, und schon bald hörte man wohl nur noch Schnarchen in Cow Hollow.

 
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Posted by on 9. August 2013 in USA 2013

 

Day 18 – 11.06.2013 – Twin Falls und Winnemucca

Viele Kilometer durch Gebiete, die auf einer Karte nicht besonders attraktiv scheinen. Das lag nun vor uns. Fast unnötig über diese Tage noch etwas zu schreiben, aber für meinen Drang nach Vollständigkeit an dieser Stelle, wird es dennoch verbloggt.

Um doch ein paar schöne Aussichten in den Rückweg zu packen entschieden wir uns dazu in Twin Falls einen kurzen Stop zu machen um die Shoshone Falls anzusehen. Wasserfälle gibt es sicherlich überall und wir hatten einige gesehen auf dieser Reise. Dieser lag relativ günstig auf der Strecke, die wir sowieso zurücklegen mussten, also fuhren wir in die Richtung.

Der Weg dahin führte durch Wohnquartiere, was schon mal eher speziell war. Am Ende der Strasse, als wir dort ankamen wo der Snake River sich in die Tiefe stürzte, musste erst an einer kleinen Hütte ein Betrag bezahlt werden. Dann ging es an den Felsen runter in die Tiefe zu einem Parkplatz.

Das Auto abgestellt, hörte man schon die tosenden Wasserfälle. Über eine Metalltreppe, die im Winter sicherlich für das eine oder andere Abenteuer gut ist, konnte man noch ein wenig runtersteigen und auf einer Aussichtsplattform die Shoshone Falls bewundern. Obwohl es nicht viel Wasser hatte, und die Grösse an sich nicht als imposant durchgeht, war es ein schöner Ort. Ein wenig fühlten wir uns auch an die Zeiten in den Canyons erinnert, da sich der Snake River auch meterweit in die Tiefe gegraben hatte. Kein Grand, sondern eher ein Tiny Canyon halt.

Shoshone Falls

Shoshone Falls

Shoshone Falls

Nachdem die Fotos gemacht wurden fuhren wir weiter. Durch das Städtchen Twin Falls hindurch bis zu der Stelle, an der wir dann in Richtung Süden fahren mussten. Anfänglich ging es noch über Felder, an Farmen vorbei, aber die Gegend wurde dann relativ schnell wieder trockener und trostloser.

Es ging mehr oder weniger geradeaus ausser ein paar weitreichende Kurven um Hügel herum, die zu gross waren um die Strasse einfach hindurch zu sprengen oder baggern.

Ein biologisches Problem fing auf dem Highway 93 an mich zu foltern, nicht nur mich, auch Karin meldete, dass sie nichts gegen einen kurzen Stopp an einer Tankstelle oder Raststätte hätte. Im Normalfall gab es genügend davon… normalerweise… Wir mussten aber noch rund 50 Meilen hinter uns bringen, bis zur Kreuzung mit dem I80, wo ich nur parkte, den Schlüssel Martin in die Hand drückte und in die Fastfood Filiale stürzte.

Wieso nicht vorher? Nun, auch wenn der Highway 93 wirklich nicht durch Zivilisation fährt, so ist diese Route offenbar dennoch eine sehr stark befahrene Strasse. Und da muss ich nicht wirklich kurz am Strassenrand anhalten. Weiter raus oder hinter einen Hügel zu gehen wäre für mich auch nicht in Frage gekommen. Ich ekle mich zwar nicht vor Schlangen, aber ich glaube nicht, dass ich irgendwo in der Wildnis gerne einer begegnen möchte.

Auf dem I80, die direkt nach Reno und Sacramento führte war es wieder etwas angenehmer zum fahren.

In Battle Mountain hielten wir erstmal um eine Bleibe für die Nacht zu suchen. Aber sämtliche Motels waren bereits ausgebucht, so dass wir weiter fahren mussten. Der nächste grössere Ort war Winnemucca, die Ortschaft kannte ich aus Armistead Maupin’s „Tales of the City“ (Stadtgeschichten). Eine der Hauptfiguren wuchs in einem Bordell in der Stadt auf.

Dort hatten wir dann auch mehr Glück mit dem Motel in der Nähe der Autobahn. Zum Abendessen entschieden wir uns dann beim Pizza Hut vorbeizuschauen. Unser Hunger war wieder gross und so bestellten wir uns Unmengen an Pizza, Chicken Wings und sonstigen Leckereien. Die Kellnerin schien aber nicht weiter überrascht zu sein, ob sich da in den drei Wochen bei uns der Ami Food langsam zeigte?

Mit unserem Bier im Pappbecher, damit wir es mitnehmen konnten, liefen wir zum Motel rüber und nach einem kleinen Quittungsupdate der Ausgaben gingen wir wieder schlafen.

 
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Posted by on 6. August 2013 in USA 2013

 

Day 17 – 10.06.2013 – Little Bangkok in Wyoming

Beizeiten machten wir uns wieder auf den Weg zum selben Frühstücks-Restaurant wie am Vortag, dem Running Bear Pancake House. Die wohl besten Pancakes liegen nicht am Weg, an der Grenze zwischen Montana und Wyoming. Dieses Mal haben wir uns aber etwas weniger vorgenommen, da die Pancakes nicht nur gross, sondern auch sehr füllend waren. Wir wurden nicht enttäuscht, es war immer noch ein luftiger Traum mit echten Früchten und nicht irgenwelchen Farbstoffen.

Nach kurzem Frischmachen im Hotel fuhren wir dann wieder in den Park hinein. Die Strassenabschnitte des Yellowstone National Parks gleichen einer 8, wovon wir den westlichen Teil der unteren Hälfte und die komplette obere hälfte der Acht schon gesehen haben. Nun gings darum in der Mitte durch zu fahren, damit wir den Rest, die östliche untere Hälfte, sehen konnten.

Yellowstone National Park-Links (below) to destination, driving route and season galleries with 468 outstanding pictures!  Also, Grand Teton seasons galleries with 72 unique pictures!
Foto: Spend A Day Touring (SeattleRay) , Lizenz: (CC BY 2.0)

Auf dem neu zu entdeckenden Abschnitt gab es ausser den spuckenden und kochenden Quellen mit Wasser noch ein paar weitere, die lehmig aussehenden Schlamm blubbern liessen. Und der Gestank nach Schwefel war teils wirklich unerträglich.

Yellowstone National Park

Weiter südlich kamen wir zum Yellowstone Lake. Der See liegt im südöstlichen Gebiet des Yellowstone Kraters der vor ca. 640’000 Jahren entstand. Gewisse Forscher sehen einen Zyklus von +/- 650’000 Jahren, was natürlich hiesse, dass wir in erdgeschichtlichen Massstäben kurz vor einem erneuten Ausbruch stehen. Verschiedene Anzeichen im Park unterstützen diese Vermutung wie zum Beispiel das “Überlaufen” des Sees in naheliegende Wälder weil sich der Grund jährlich um einige Zentimeter hebt (zwischen 2004 und 2008 um 20cm). An einem Aussichtspunkt kann man Hügel ansehen, die offenbar sehr schnell wachsen.

Natürlich sind das alles Theorien. Hier ein kleiner Artikel der den Park und dessen vulkanische Situation kurz erklärt.

Am See gibt es eine Hotelanlage mit Cabins, einen grossen Souvenirshop mit Imbiss und auch ein Postbüro. Im Shop waren unsere zwei Souvenir-Jäger dann im Element, wenn es darum ging Erinnerungen zu sammeln. Es war relativ ruhig, abgesehen von merkwürdigen Fliegen, die sich auf der Kleidung festklammerten. Aber Menschen waren, wohl wegen der noch kühlen Jahreszeit, nicht viele anwesend.

Nach ein paar Einkäufen, fuhren wir dann weiter. Ein kurzer Stopp an einer anderen Stelle am See um dort noch ein paar heisse Quellen zu sehen, bei dem ich nicht mitging, um im Auto ein wenig zu dösen, dann fuhren wir weiter in Richtung Südausgang.

Direkt an den Yellowstone National Park grenzt der Grand Teton National Park, mit einer sehr imposanten Bergkette, eben der Teton Range. Ein paar Mal mussten wir halten um wirklich tolle Fotos davon zu machen.

Teton Range

Schliesslich landeten wir in dem kleinen Ort Jackson. Martin und mir gefiel es da schon vor Jahren sehr gut und wir freuten uns dort noch einmal vorbeischauen zu können. Es hatte sich kaum verändert und wir liefen durch dieses kleine „Bergstädtchen“ und Karin und Stefan schien es auch sehr gut zu gefallen.

Jackson, WY
Jackson, WY

Etwas zu essen musste jetzt aber sein, der Hunger schrie mir ins Ohr. In einem Hinterhof entdeckten wir ein Thai Restaurant, welches vielversprechend…. klang. Zwei oder drei Frauen, die man schon von weitem hörte, tratschten und gackerten, in Thai natürlich.

Die Bestellung von mir war natürlich relativ klar, eine kleine Tom Kha Gai zur Vorspeise und dann zum Hauptgang ein Pad Krapow mit Schweinefleisch. Als sie nach der Schärfestufe fragte, ich konnte zwischen 1 (mild) und 5 (sehr scharf) wählen, lächelte sie verschmitzt, als ich mit 5 antwortete.

Und was da dann serviert wurde war einfach toll, solches Thai Essen hatten wir noch nirgends in den USA gehabt, und wir haben wirklich schon viele, sehr viele Thai Restaurants ausprobiert. Wäre Jackson nicht so, … nun ja… abgelegen, würde ich da wohl öfter zum Essen hingehen. Die Schärfe war perfekt, es ist nicht so, als wäre es mit Thailand vergleichbar, aber ich denke ein Amerikaner (oder Europäer) hätte so die eine oder andere Träne vergossen.

Danach machten sich die zwei anderen daran die Souvenir-Läden der Stadt zu plündern und ich bin überzeug, dass die Wirtschaft von Jackson an dem Nachmittag wohl einen richtigen Boom erlebte, möglicherweise konnten gewisse Händler am nächsten Tag geschlossen haben wegen Rekordumsatz. Martin und ich hingegen sind erst ein paar Strassen entlang geschlendert und haben dann im Town Square auf einer Parkbank ein wenig die Sonne genossen.

Wir mussten leider schon bald wieder aufbrechen, denn es mussten viele Kilometer zurückgelegt werden. Der Kurs war klar, San Francisco, und wir entschieden uns einfach zu fahren und dann Ausschau zu halten, wenn wir genug davon hatten. Das war dann für diese Nacht in Pocatello, bzw. Chubbuck einem Vorort. Nicht die hübscheste Ecke, aber wir fanden eine Bleibe im üblichen Motel Stil und konnten in Ruhe Energie tanken für den nächsten kilometerintensiven Tag.

 
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Posted by on 5. August 2013 in USA 2013